NOVEMBERTAG

von Christian Morgenstern

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,

Drängt die Welt nach innen.

Ohne Not geht niemand aus,

Alles fällt in Sinnen.

Leiser wird die Hand, der Mund,

Stiller die Gebärde.

Heimlich, wie auf Meeresgrund

Träumen Mensch und Erde.

Die Rinder schnaubten aber die Nebeldämpfung war stark.Die Dichte dämpfte.Und in dieser gedämpften Nebelwand stieg ich über das Holzgatter. Um den See von seiner Nordwestseite Richtung Süden abzuwandern. Damit er nicht virtuell bleibt.

Vorbei an den künstlich angelegten Teichen den Feuchtbiotopen

Vorbei am Nebel Störche Hochstand.der Jahrzehnte unbenutzt blieb. Seltsam !

Der große Rastplatzfelsen ohne die Stockenten ohne die Silberreiher ohne die Libellen. Alle nur mit Fernglas vom Rundweg aus einsehbar.

Oder der kleine flache Felsen auf dem im Sommer zwei manchmal drei Gelbwangenschildkröten Sonnenbäder genießen 

Dann am Westufer des Borkener Sees der Blick Richtung zurück Richtung Norden.Richtung Teiche.

An dieser Stelle Oben, stehen oft Graugänse, Bläßhühner, Tafelenten oder Graureiher und Schwäne, in der warmen Jahreszeit.

Weiter Richtung Süden, eingenebelt in Abdämpfung der keckernden Zaunkönige.

Das Ufer hier im Nordwesten ist karg , mit wenigen kleinen Bäumen,Richtung Süden blickend.Und unten Richtung Norden blickend.

Hier oben,der Zaun,das ist das Ende der Rinderweiden an der Westseite.Nach Süden blickend.

Nach dem Rinderzaun fängt dann mehr Baumbewuchs an. Aber spärlich im vergleich zum Ostufer

Dünne Magerstamm Bäume standen im Nebel und sangen den Stillstand Blues der einsamen Nebelbäume. Joe Bonamassa spielte dann dazu den Nebel Blues Faktor Eleven

Zaunkönige schmetterten sanfter aber bestimmend,ihren Zaunkönig KeckBlues mir entgegen wenn ich in ihre Nähe kam.

Es gab die große Teichmuschel. Am Ostufer sah ich diese große Muschel nie.

Oben,der Blick hoch zum Rundweg.Dem benebelten.

Keine Gans nörgelte,kein Graureiher reiherte,kein Blässhuhn blässte. Es war still,feucht,eingewattet in Nebel

Die Westufer Zone des Borkener Sees ist leicht zu begehen, da sie hauptsächlich flach und begrast ist.

Spärlich stehen dünne Birken am Ufersaum ,lächelnd zwar,dennoch eingenebelt in ihren langen dünnen Gedanken,sanft singend.

Da unten,im Nebel ist die Kurve zu sehen die zum Südufer führt.Und immer wieder riefen kecke Zaunkönige.

Ein Festmahl für die Muschel Speiser.

Die Grasbucht lädt ein zum Brüten im Sommer.

Der Blick hoch zum Rundweg oben.Und unten,der Holzzaun,am Rundweg,der den Blick in die Westsüduferzone erlaubt.

In der Südwestkurve dann diese gefiederten Nebelgäste auf dem See.Aber ohne Geschnatter.

Nebel StockEnten gingen nicht am Stock,schwammen aber vorsichtig,sehr ruhig,im Sinne von: Sei langsam in der Eile

Der Wandertag plätscherte Wellenlos umher,fast schon,theatralisch wiehernd,wie ein Othello Schauspieler 

wenn er Durst hat in der Sahara.

Bäume rasteten aus,und lagen im See,unbeeinflusst von Verboten und Vorbotinnen.

Der kleine dürre dünne Urwald versuchte Eindruck zu machen.Im menschlichen Maßstab der Unwichtigkeit zur Wichtigkeit.

Ab hier unten fast an der Südkurve fing auch ein kleiner Tierpfad an zu schlängeln,sich darstellend als ob er Karl der Große wäre.

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den anderen,

Jeder ist allein.

 

Voll von Freunden war mir die Welt,

Als noch mein Leben licht war;

Nun, da der Nebel fällt,

Ist keiner mehr sichtbar.

 

Wahrlich, keiner ist weise,

Der nicht das Dunkel kennt,

Das unentrinnbar und leise

Von allem ihn trennt.

 

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Leben ist Einsamsein.

Kein Mensch kennt den andern,

Jeder ist allein  

Hermann Hesse 

Und J.J.Cale sang : They call me the breeze,,,,,,

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